Nach einer ätzenden Pause sind inzwischen meine maßgescheiderten Geländer für Balkon und Wendeltreppe eingetroffen (herzlichen Dank, Dieter!) und montiert; so sieht der Vorbau vor Montage ans Hafenhaus jetzt aus:

Die Wendeltreppe ist noch nicht mit dem Rest der Konstruktion verbunden und sitzt noch 1 mm tiefer als der Rest; die Anpassung erfolgt bei Montage ans Hafenhaus.
Im Original hat die "Reling" unter dem Handlauf sogar 9 Gitterstäbe. Das ließ sich im Modell nicht mehr realisieren. Mit fünf Stäben in 0,2 mm Stärke ist optisch, ätztechnisch und in puncto Verarbeitung das Optimum erreicht.
18.12.2007: Dach-Oberlichter für Lagerhalle
Parallel zur Wendeltreppe sind zwischenzeitlich die Dach-Oberlichter für die Lagerhalle aus heißverformten Kunststoff (Blisterverpackungen) und einem Sockel aus 10x10-mm-Alu-Vierkantrohr hergestellt und montiert:

Zum Herstellungsprozess der Oberlichter im Detail: siehe Basteltipps > Minibauteile.
16.12.2007: Wendeltreppen- + Balkongerüst fertig
Leider gab es die Wendeltreppenstufen im Architekturbedarf nur im Maßstab 1:100 und 1:200. Also habe ich 1:100 genommen, die Stufen maßstabsgerecht verkürzt und auch die Stufenhöhe bzw. die ringförmige Montagehülse reduziert. Nach diesen Vorbereitungen ist jetzt fröhliches Wendeln angesagt. Immer nur zwei Stufen werden geklebt, damit sich die anderen Stufen nicht mehr verdrehen können:

Bei den vorgefertigten Materialien gibt es natürlich auch keine Sonderformen. So musste das Viertelkreis-Podest und die quadratische Endplattform selbst hergestellt werden.
Frisch gewendelt ist halb gewonnen -- wie das Sprichwort schon sagt. Und auch das Gerippe des Balkons ist fertig:

Die Balkonkonstruktion ist aus 1x1-mm-Styrenstrips von Evergreen geklebt; außen herum ist eine Blende aus 0,25x1,5-mm Styren geklebt. In diesen Rahmen wird anschließend die Lauffläche aus feinmaschigem Stahlgewebe eingeklebt. Da ich dieses Gewebe nicht mitlackieren möchte (ich möchte nicht riskieren, dass sich Maschen zusetzen), wird jetzt erst grau lackiert, bevor die Laufflächen ergänzt werden und bevor es dann mit dem Bau des Geländers weitergeht.
Und hier der nächste Schritt: Lackierung ist erfolgt, die Laufflächen aus Stahlgewebe sind zugeschnitten und eingeklebt. Treppe und Balkon sind auf dem Baugestell jetzt etwas voneinander abgerückt, damit die Geländer leichter montiert werden können:
14.12.2007: Balkonvorbauten am Hafenhaus mit Wendeltreppe begonnen Das Hafenhaus hat kanalseitig einen filigranen Balkonvorbau mit einer Wendeltreppe, die aus dem obersten Geschoss bis auf die Terrasse auf dem Lokschuppendach hinabführt. Für die stimmige Wirkung der Architektur aus Kanalsicht (= Hauptansicht für Betrachter) sind dieses bislang fehlenden Elemente sehr wichtig. Deshalb habe ich jetzt mit dem Bau begonnen. Unten sieht man das Original und das Modell mit den zurzeit noch fehlenden Anbauten:

9.12.2007: Treppen für das Bürogebäude an der Terminal-Zufahrt
Damit die Preiserlein auch in ihr Bürogebäude an der Zufahrt des Container-Terminals kommen, erhalten sie jetzt endlich zwei Treppen:

Zusammengebastelt aus Styren-Streifen, ein wenig Kupferdraht 0,5 mm und Sekundenkleber. Inzwischen sind die Treppen bereits grundiert und erhalten dann eine graue Lackierung. Auf den neuesten Anlagenfotos der Einfahrtsituation sind die Treppen bereits montiert.
9.10.2007: Vorbereitung für Ladeszenen
Zwei Gabelstapler sind mit Paletten und Ladegut ausgestattet, weiteres Ladegut und Paletten sind vorhanden, so dass in Verbindung mit geöffneten Containern und Fahrzeugen nun die Ladeszenen auf der Anlage gestaltet werden können:

Der TOMIX-Gabelstapler im Hintergrund sieht noch sehr nach Plastik aus, da muss ich noch mal mit dem Airbrush ran.
... und auf dem Parkplatz hat sich inzwischen auch Einiges verändert:

... dass ausgerechnet der Kollege Knieper mit seinem Smart zwei Parkplätze blockiert, ist irgendwie etwas merkwürdig ... und der Kollege Kolz sollte seinen Wagen nicht mit geöffneter Kofferraumklappe stehen lassen -- sonst klaut ihm noch jemand seine Holzkisten ... Was er da wohl drin hat?
6.9.2007: "Car-Tuning" – Fahrzeugstandmodelle verfeinern – Schluss
Wie angekündigt, habe ich nun auch bei meinen beiden Ford Transit die Hecktüren geöffnet. Tipp für diejenigen, die Ähnliches vorhaben: der Ford Transit von Rietze ist sehr einfach zu bearbeiten, weil an allen Stellen, wo Schnitte erforderlich sind, bereits kleine Rillen sind (= dünnere Materialstärke). So sieht die Flotte mit den bearbeiteten Fahrzeugen jetzt aus:

4.9.2007: "Car-Tuning" – Fahrzeugstandmodelle verfeinern – Fortsetzung
Um die Szenen bei den geparkten Fahrzeugen abwechslungsreicher zu gestalten, habe ich bei einem E-Klasse-Mercedes von Wiking die Fahrertür geöffnet, so dass ein Preiserlein den Wagen besteigen kann; bei einem VW-Caddy von Rietze habe ich die (assymetrischen) Heck-Flügeltüren geöffnet, so dass eine Ladeszene arrangiert werden kann. Ähnliches habe ich noch bei einem Ford-Transit vor.

In dieser Abbildung fehlen noch die sonstigen Details wie Scheinwerfer und Nummernschilder.
Die Schnitte für das Öffnen der Türe habe ich mit einem Skalpell gemacht; natürlich nicht mit einem Schnitt, sondern Zug um Zug ins Plastik "eingegraben". So war es sogar möglich, den Mittelholm zwischen den Türflügeln beim Caddy zu durchtrennen, der knapp einen Millimeter stark ist. An den Stellen, wo die "Scharniere" sitzen, habe ich das Material nur halb eingeschnitten, die Türen dann aufgebogen und mit Sekundenkleber in der gewünschten Position fixiert.
30.8.2007: "Car-Tuning" – Fahrzeugstandmodelle verfeinern
Inzwischen sind einige bestellte Materialien eingetroffen, so dass das Gelände auf dem zweiten Modul verfeinert werden kann: Heute wird der Zaun gezogen, der den Parkplatz von den Bahngleisen abtrennt. Zwischenzeitlich habe ich die Fahrzeuge, die in den Parkbuchten abgestellt werden, verfeinert: die Pkws haben Scheinwerfer, Schluss- und Blinklechten erhalten (silberner Edding 0,8mm bzw. rote/gelbe Acrylfarbe und Zahnstocher als "Pinsel") ... und Nummernschilder! Nachdem ich zunächst den unbefriedigenden Versuch unternommen hatte, mit einem weißen Lackstift weiße Flächen auf die Modelle zu malen (viel zu unsauber!), bin dann dazu übergangen, Nummernschilder zu drucken. Schrift in 2 Pkt. Schriftgröße auf Rechtecke in der Größe 0,85 x 3,5 mm -- und nicht vergessen: Siegel der Zulassungstelle und TÜV-Plakette. Ausdrucke auf glattes 100g-Colorcopy-Papier.

Großes Bild der Fahrzeuge: hier
Die Nummernschilder habe ich mit dem Skalpell ausgeschnitten, UHU mit einem Zahnstocher auf die Stoßstange geträufelt, Nummernschild grob platziert und mit dem Skalpell in Position geschoben. Fertig.
22.7.2007: Modellpräsentation beim Tag der offenen Tür, Stadt Hannover
Die Präsentation des Modells beim Tag der offenen Tür der Landeshauptstadt fand viel Resonanz, alle Beteiligten waren zufrieden – hinter und auch vor dem Modell, wie die Bilder zeigen (siehe Fotos im Bereich "Präsentationseinsätze").
Dass nicht alle geplanten Arbeiten bis zu diesem Termin abgeschlossen waren, tat der Wirkung kaum Abbruch. Für Besucher, die das Modell und die Planungen nicht kennen, steht und fällt die Wirkung eher mit der technischen Funktionalität als mit der Stimmigkeit bis in letzte Detail.
Die Lokschuppentore hatte ich, wie befürchtet, zwar nicht mehr geschafft, aber an anderen Stellen konnte ich noch einige Details ergänzen:
... z.B. Schranken an Ein- und Ausfahrt (allerdings ohne Funktion; die Pfosten sind aus Holzleisten 2x2 mm, die Schrankenbalken auf 160g-Karton gedruckt und Vorder-/Rückseite aufeinanderkaschiert, dann mit Cutter geschnitten).
... z.B. weitere Details am Hafenhaus: Schornsteine, Dachterrasse, Dachbegrünung.Jetzt geht es ohne Termindruck an der Perfektion des Modells weiter. Zunächst die Tore am Lokschuppen, Dachlichter und Entlüftungen an der Lagerhalle, Poller und Leitern an der Spundwand ...
19.7.2007: Montage der Tore begonnen, Dachkonstruktion fertiggestellt
Die Montage der Tore gestaltet sich als äußerst mühsam und ich glaube nicht, dass ich das bis zum Wochenende hinbekomme. Jedes der vier Tore besteht aus vier Segmenten, an denen filigrane Lötarbeiten vorzunehmen sind. Diesen Aufwand habe ich unterschätzt. Damit man sieht, wovon ich spreche:

Das Knicken der nur 1-mmm-breiten Blechteile und das Löten dieser Beschläge ist an der Grenze dessen, was ich trotz guten Werkzeugs und ruhiger Hand bewältigen kann ... und es schluckt eben viel Zeit ...
Abgesehen von der Montage der 16 Torflügel muss die dahinter liegende Mechanik konstruiert werden. Aber vielleicht reicht die Zeit noch, um die Tore im geöffneten Zustand vorläufig als Attrappen zu montieren.
Die freitragende Gitter-Dachkonstruktion des Hafenhauses ist ist inzwischen grau lackiert, mit dem Außenrahmen verklebt und am Hafenhaus montiert:

Balkons auf der Kanalseite, Wendeltreppe und Dachterrasse fehlen noch und kommen erst im nächsten Bauabschnitt. Auf dem Foto kann man auch die bisher noch nicht gezeigten Dachlichaufsätze sehen: Rahmen aus 1-mm-starken Pappstreifen geklebt, die Verglasung ist mit dem Laserdrucker auf OH-Folie gedruckt, von Hand mit einer leichten Wölbung verformt und dann mit gelförmigem Sekundenkleber auf dem Rahmen verklebt.
Das große Logo auf der Kanalseite ist nur provisorisch (Farbdruck auf Papier, ausgeschnitten) montiert: die Buchstaben und das Signet sind im Original freistehende Einzelformen. Um dem Eindruck zu entsprechen, werden irgendwann diese Elemente unter Verwendung von Ätzblechen realisiert.
18.7.2007: Dachkonstruktion am Hafenhaus
Die Dachkonstruktion ist im Rohbau fertig. Wenn heute abend der Kleber ausgehärtet ist wird die Konstruktion mit dem äußeren Rahmen verbunden (Sperrholzstreifen ca. 3,5 x 1,5 mm), der dann die Verbindung der freitragenden Konstruktion zum Gebäude herstellt. Auf dem Foto blitzt an einigen Stellen die Konstruktionszeichnung durch, die ich für die Montage auf eine Holzbrett geklebt habe; darauf ist doppelseitigklebende Folie mit Adhäsionskleber befestigt, damit beim Zusammenbauen und Kleben die Konstruktion nicht ständig verrutscht:

Den Plastruct-Streifen für den kreisförmigen Ausschnitt habe ich über einen Messerrücken gezogen (wie das Kreuselband beim Geschenke verpacken ;-) , so dass er schon recht exakt die Biegung hatte, die benötigt wird.
17.7.2007: Details am Hafenhaus
Bis zum nächsten Präsentationstermin am kommenden Sonntag ("Tag der offenen Tür" der Stadt Hannover im Rathaus) läuft jetzt der Countdown: die elektrische Verbindung zwischen den beiden Modulen und die Funktionstests von Weichen, Halteabschnitten und Car-System sind natürlich ein unbedingtes Muss. Ansonsten gibt es einen Prioritätenplan für die Ausstattungsdetails.
Für eine stimmige Gesamtwirkung des zweiten Moduls sind die Details am Hafenhaus sehr wichtig. Markant ist der Dachvorbau an der Kanalseite, der zurzeit in Arbeit ist. Die filigrane Gitterkonstruktion bastele ich gerade aus Plastruct-Streifen:

Die Streifen (3,2 x 0,8 mm) werden in 5-mm-Abständen bis zur Hälfte eingesägt, die Schlitze auf 0,8 mm Breite aufgeschliffen und zur Gitterkonstruktion verschachtelt. Für den Säge- und Schleifvorgang sind immer 6 bis 8 der Streifen mit doppelseitigem Klebeband stehend nebeneinander auf ein Holzbrettchen geklebt, um diesen Aufwand möglich ökonomisch zu bewältigen.
Zunächst wird die Gitterkonstruktion grob zusammengesteckt, dann in den äußeren Rahmen eingeklebt. Anschließend wird auf der ausgedruckten Konstruktionszeichnung das Gitter am Kreisausschnitt exakt beschnitten, dann wird ein zum Kreis geklebter Plastruct-Streifen eingepasst. Dann wird mit grauer Sprühfarbe lackiert und angebaut. Die Balkons und die Wendeltreppenkonstruktion folgen im nächsten Bauabschnitt - vermutlich mit geätzten Teilen.
Für diesen Bauabschnitt sind noch die Tore des Lokschuppens vorgesehen. Ob die Zeit reicht, sie auch noch mit einem Antrieb zu versehen, bezweifele ich allerdings. Ich habe geplant, die Tore mit einem Servo zu betätigen. Wenn die Tore im Bau sind, stelle ich davon Fotos ein.
13.7.2007: Schottern, asphaltieren, Gras säen, Büsche pflanzen ...
Die Arbeiten unter dem Modul 2 sind so weit erledigt; jetzt müssen die beiden Verbindungskabel zwischen den Modulen konfiguriert werden. Dann wird es noch einmal spannend, ob beim Verdrahten keine Fehler passiert sind.
An der Oberfläche tut sich jetzt Einiges, aber es sieht ziemlich wüst aus: die Gebäude sind für die Leimarbeiten abgenommen, an den frisch bearbeiteten Stellen bestimmt die weiße Leimsuppe das Bild und vom Begrasen ist ein Großteil des Moduls mit verstreuten Grasfasern übersät. Der Staubsauger darf natürlich erst ran, wenn der Leim komplett abgebunden hat.

An dem Ausschnitt kann man schön die Bordsteinkante bzw. Beeteinfassung des Parkplatzes erkennen, bestehend aus 1-mm-breiten Sperrholzstreifen, die von einer 0,8-mm-Sperrholzplatte abgetrennt wurden.
Bei der Einschotterung des Betriebsgeländes geht es etwas bunt zu: im Modell ebenso wie in der Wirklichkeit. Man hat den Eindruck, als wären beim Schottern und Ausbessern immer die Vorräte verwendet, die "zufällig" gerade da waren. Diesen Eindruck eines Schotter-"Flickenteppichs" habe ich im Modell erhalten, ohne im Einzelnen jede Flächenschattierung genau nachzuempfinden.
Es fehlen als ein wichtige Elemente in dem Ausschnitt noch die Zäune, die die beiden schräg abgehenden Gleisstränge zu den angrenzenen Parkplatzen hin abgrenzen. Die Fahrzeuge der Hafenmitarbeiter für die Parkplätze stehen schon bereit ...
11.7.2007: Verdrahtung von Weichenmotoren und Herzstücken abgeschlossen
Die Verdrahtung der Weichen ist inzwischen abgeschlossen und unter der Platte habe ich -- so weit möglich -- aufgeräumt: alle Kabelstränge sind mit Kabelbindern fixiert und zur Lötleiste geführt, die sich an der Stirnwand zu Modul 1 befindet, und dort angelötet. Nun fehlt noch die elektrische Verbindung zwischen den beiden Modulen, die über einen 30-poligen und einen 10-poligen Stecker erfolgt.

An der Oberfläche des Moduls haben sich eher Kleinigkeiten verändert: die Lagerhalle hat ihr Dach bekommen, die Dachlichter des Lokschuppens sind verglast, der Vorbereich des Lokschuppens ist bis auf Höhe Gleisoberkante aufgefüttert und ich habe mit dem Einschottern der Gleise begonnen. Wenn das Einschottern erfolgt ist, gibts neue Fotos von der Oberfläche.
2.7.2007: Anpassung der Modulübergänge
Nach den Modulübergängen für die Bahn war heute das Car-System dran: kleine Niveau-Unterschiede durch Schleifen angleichen und Testfahrten. Dabei stellte sich heraus, dass auf dem - eigentlich fertigen - ersten Modul die Fahrzeug auf dem kurzen Verbindungsstück zum zweiten Modul die Führung verlieren. Also musste die Straßenbaufirma den Asphalt aufstemmen, einen zusätzlichen Draht einlegen, kleben, spachteln, neu "asphaltieren" - aber jetzt funktioniert der Modulübergang auch beim Faller Car-System problemlos.
Ansonsten sind die Arbeiten am Hafenhaus vorangegangen:

Der Rundbau der Cafeteria ist ergänzt und der Eingangsbereich und die Parkplätze sind gepflastert. Zur Technik: die Glasfassade der Cafeteria ist in bewährte Weise mit einem Farblaserdrucker auf OH-Folie gedruckt und anschließend mit Sekundenkleber auf je einen 3/4-Kreisausschnitt aus 2-mm-Buchbinderkarton oben und unten aufgeklebt. Gepflastert wurde auf einem maßstabsgerechten Grundriff mit "Photoshop". Der Ausdruck auf 160g-Karton wurde mit doppelseitig klebender Montagefolie auf den Untergrund aufkaschiert. Es folgt noch ein Auftrag mit mattem Sprühlack.
2.7.2007: Anpassung der Modulübergänge
Erstmals habe ich heute die beiden Module miteinander verschraubt und möchte den Gesamteindruck nicht vorenthalten:

Großes Bild von der kompletten Anlage: > hier
Die Gleisübergänge sind angepasst und gelötet; hier die drei parallelen Gleise im sichtbaren Bereich. Rechts die in den "Asphaltbelag" eingebetteten Gleise des fertigen Moduls 1, links Modul 2 im Rohzustand:

Für die, die nicht wissen, wie man die Übergänge hinbekommt, hier ein paar Hinweise:
Wichtig ist zunächst, dass man die Stirnbretter aus Material macht, das wenig "arbeitet" -- ich habe 16 mm starkes, wasserfest verleimtes Kiefernsperrholz genommen. Am besten ist es, wenn man die Bohrungen für die Modulverbindungen (zwei 6 mm starke Schloss-Schrauben) in beiden passgenau übereinander gelegten Stirnbrettern am Bohrständer vornimmt. Für jedes Gleis werden zwei Messingschrauben (Messing muss sein, sonst nix löten) eingeschraubt und zwar so, dass die oberste Erhebung des Schraubenkopfes um die Gleishöhe (ohne Schwellen) unterhalb der geplanten Gleisoberkante liegt. Die Schraubenköpfe werden mit Glasfaserradierer oder Schleifpapier blank geschliffen und mit dem Lötkolben verzinnt. Die letzte Schwelle des Gleises wird entfernt, die Schiene von unten blank geschliffen und ebenfalls (von unten) verzinnt. Dann wird das Gleis an den Schraubenköpfen verlötet. Anschließend mit Dremel und Trennscheibe bündig mit der Modulkante das Gleis abtrennen (bzw. ein Hauch weniger, so dass bei aneinandergesetzten Modulen ein kleiner Luftspalt bleibt.
Beim zweiten Modul werden die Anschlussgleise auf den letzten 10 cm noch nicht befestigt. Vorbereitungsarbeiten ansonsten wie beim ersten Modul, nur muss man hier die Schienenende schon vor dem Zusammenbau der beiden Module auf die richtige Länge bringen. Die Module werden verschraubt, dann erfolgt die Höhenjustierung der Übergänge mit Hilfe der Messingschrauben. Anschließen Gleisenden Modul 2 mit Messingschrauben verlöten. Die verzinnten Messingschrauben kann man natürlich gleich nutzen, um die Stromversorgung der Gleisstränge anzuschließen (siehe Foto).
1.7.2007: Rohbau vom Hafenhaus fertig, Car-System-Strecke verlegt
Beim Hafenhaus fehlt noch der 3/4-Kreis-Anbau der Cafeteria, der im Modell das letzte Stück der Rampe kaschiert. Und es fehlen noch sämtliche Zurüstteile wie Tore, Dachlichter, Balkons, Dachterrasse mit Treppe und Ähnliches. Aber eine Stellprobe auf dem Modul sieht schon recht viel versprechend aus:

Zur Bauweise des Hauses: die Fassadenteile (inkl. Logo) wurden auf Papier ausgedruckt und auf 1-mm-Buchbinderkarton aufkaschiert. Dann wurden die Teile mitsamt Fensterausschnitten mit dem Cutter geschnitten. Die Fensterflächen und die Glasfassade des Bürotraktes wurden auf Overheadfolie ausgedruckt, die weißen Rahmenteile mit einem Lackstift ergänzt. Die Verblendungen im Bereich der Geschossdecken wurden mit weißem Papier hinterklebt. Die Fassadenteile habe ich mit Pritt-Bastelkleber (sehr feine Dosierspitze, schnelle Haftkraft!) stumpf verklebt und mit kleinen Holzleisten und Verstärkungsecken aus 2-mm-Karton ausgesteift. Die profilierte Fassade des Lokschuppens ist aus der früher bereits erwähnten Micro-Wellpappe (Alu-farben gesprüht) hergestellt. Allerdings habe ich, weil die Pappe zu dick auftrug, die hintere Wellschicht entfernt und nur den vorderen Teil benutzt.
Ansonsten hat sich auch beim Car-System etwas getan: die Strecke auf dem Modul 2 ist verlegt, gespachtelt und bereits "asphaltiert". Alle Gleise sind verlegt, die Anpassung der Übergänge zwischen Modul 1 und 2 geschieht in den kommenden Tagen. Dann wird erstmalig das Modell in den kompletten Ausdehnungen von 2,60 Meter x 0,85 Meter zu sehen sein.

Der Unterbau des Lokschuppenvorplatzes ist vorbereitet: zwischen den Gleisen ist 2-mm-Karton verklebt, mit 1-mm-Karton wird dann die Deckschicht bis an die Gleise verlegt und anschließend "asphaltiert".
29.6.2007: Verdrahtung von Modul 2
Zurzeit ist Strippenziehen und Löten angesagt: die Halteabschnitte sind alle verdrahtet, die Weichenantriebe sind montiert, aber noch nicht angeschlossen. Das ist eine etwas mühsame Arbeiten, weil an jeden Stellmotor zwei Dioden (an den richtigen Pol und richtig herum) anzulöten sind und die Herzstück-Stromversorgung richtig gepolt sein muss. Ich habe keine bessere Methode gefunden als "Try and Error": mit Prüfklemmen anschließen, testen und ggf. ändern, bis es geht.

Der Bau des Hafenhauses geht ebenfalls voran: Die Fassaden sind größtenteils samt Fensteröffnungen zugeschnitten, die Fensterfolien sind gedruckt, die Micro-Wellpappabschnitte für die Lokschuppenverkleidung sind vorbereitet. Der Vorplatz ist gepflastert (Danke, Dennis!). Am Wochenende erfolgt die Montage - dann gibt's neue Fotos.
25.6.2007: Gleise des zweiten Moduls verlegt
Die Gleise sind bis auf eine Verzweigung und die Übergänge zum Modul 1 komplett verlegt. Verwendet wurden GT-Flexgleise und Minitrix 15-Grad-Weichen mit leitendem Herzstück. Lediglich auf der Rampe sind feste Kurvengleise R1 verwendet. Die Weichen sind für Unterflurantrieb umgerüstet. D.h.: Herzstücksteuerung und Schaltmechanismus sind entfernt, in eine Bohrung der Stellschwelle greift der Stelldraht, die Herzstücksteuerung geschieht über den Weichenantrieb.

Die Gleise sind ohne Bettung auf die Platte geleimt. Konstruktiv brächte eine Bettung mehr Nach- als Vorteile, denn wie der erste Messeeinsatz auf der transport logistic 2007 zeigte, ist der Lärmpegel bei den Präsentationen so hoch, dass Fahrgeräusche der Bahn absolut kein Thema sind. Die Oberkante der Gleise schließt mit Moduloberkante ab. D.h.: die Platte, auf der die Gleise montiert sind, ist um 3,5 mm abgesenkt, so dass nach Aufbringen der "Asphaltschicht" im Bereich des Hafenhauses - wie auch schon beim Container-Terminal - diese Deckschicht oben mit der Moduloberkante bündig abschließt.
Als nächstes erfolgt der Einbau der Weichenantriebe und die Verdrahtung unterhalb der Platte sowie die Justierung der Übergangsgleise zum Modul 1. Wenn die Modul nebeneinander stehen, kann auch der Übergang für das Faller-Car-System angelegt werden und der Fahrdraht auf dem zweiten Modul eingebracht werden.
Parallel geht die Konstruktion des Hafenhauses weiter. Dabei sind einige Details auszutüfteln wie z.B. die Konstruktion der Oberlichter auf dem Lokschuppen. Um die Rahmen der im Modell 75 mm langen und 10 mm breiten Fensteraufsätze mit dreieckigem Querschnitt zu löten, habe ich mir eine Hilfskonstruktion ausgedacht. Mal schaun, ob's klappt.
22.6.2007: Bau des zweiten Moduls schreitet voran
Nach dem Münchener Messeeinsatz befindet sich das Modell zurzeit noch beim HAFEN HANNOVER, um dort hausintern präsentiert zu werden. Der nächste Einsatz beim "Tag der offenen Tür" der Landeshauptstadt Hannover Mitte Juli vorgesehen.
Bis dahin soll die komplette Anlage zur Verfügung stehen, die mit beiden Modulen dann 2,60 Meter x 0,85 Meter misst.
Vor der Detailverbesserung an Kran und anderen Ausstattungsdetails hat deshalb nun der Aufbau des zweiten Moduls absoluten Vorrang. Und es geht gut voran!
Im oberen Bild sieht man auf die Stirnfläche von Modul zwei, an der die beiden Einheiten verschraubt werden. Im linken Drittel sieht man an der Modulkante die Messingschrauben, an denen nach Justierung die Gleisenden an der Nahtstelle verlötet werden.

Der Modulrahmen ist montiert, die Spundwände sind eingeklebt und die Wasserfläche ist gegossen. Von den beiden Gebäuden ist die Lagerhalle im Rohbau montiert (Dach und Ausstattungsdetails fehlen noch). Hier werden zwei Abstellplätze für Faller-Car-System vorgesehen.
Die Bahnstrecken sind auf der Platte eingezeichnet, die abgesenkte Trasse im Lokschuppen für die Kreisstrecke ist angelegt. Die "unterirdische" Rückführungsstrecke mit Ausweichgleis ist bereits auf einem gesonderten Brett montiert und verdrahtet, aber noch nicht ins Modul eingebaut. Dieses – wie auch das Verlegen der sichtbaren Gleisstrecken und Weichen soll am Wochenende beginnen.
Das anspruchsvollere der beiden Gebäude ist natürlich das architektonisch sehr reizvolle HAFENHAUS; dafür laufen die Vorbereitungen: anhand von Originalplänen und Fotos werden die Fassadenaufrisse im Grafikprogramm gezeichnet, dann ausgedruckt und Buchbinderkarton aufgezogen, so dass eine maßgerechte Schnittvorlage existiert. Die Glasfassade des Bürotraktes wird auf Folie ausgedruckt, so dass die schwarzen Metallrahmen dann bereits im Ausdruck angelegt sind, die Linien der aufgesetzten weißen Fensterrahmen werden dann mit Anreibefolien aufgebracht. Für die Leichtmetall- Profilverkleidung des Lokschuppens liegt Micro-Wellpappe bereit, die Tore sind bereits gemeinsam mit Kranteilen aus Neusilberblech geätzt worden.
Eine besondere Herausforderung wird dann noch die zur Kanalseite vorgebaute filigrane Laufsteg- und Wendeltreppen-Konstruktion sein. Hier muss wieder Ätztechnik zur Hilfe genommen werden – das geschieht aber nicht mehr zum Juli-Termin, sondern erst nach der Sommerpause.