15.12.2007: Trassenplatte angezeichnet, gesägt und aufgeleimt


Als nächster Schritt wird eine Dämmung aus 3-mm Hartschaum auf die Trassen aufgeleimt, bevor das Verlegen der Gleise beginnt.
Die Weichen werde ich vermutlich von Hand schalten; allerdings nicht an der Weiche selbst, sondern -- wie anno dunnemals -- per Seilzug bzw. Gestänge: bei den fünf Weichen dieser kleinen Anlage ist es Wurscht, ob ich an der Vorderkante der Platte mechanische Schalter oder elektrische anbringe. Bei der mechanischen Lösung spare ich die Weichenantriebe und den Wechselstromtrafo. Das schont einerseits den Geldbeutel, andererseite hätte ich zumindest an zwei Stellen große Problem einen Antrieb Unterflur einzubauen und auch die anderen Stellen sind bei dem Kofferkonzept der Anlage schwer zugänglich.
Auf diese Weise kann der Fahrbetrieb mit dem Jörger-Fahrregler auch netzunabhängig mit einer 9-Volt-Blockbatterie oder wahlweise mir einem 12-Volt-Netzgerät geschehen.
Die Kante der unteren 6-mm-Platte ist umlaufend auf 4 mm abgefräst, um später in die Schlitze des Kantenprofils zu passen: der Koffer wird insgesamt mit Kante, Beschlägen und Scharnieren gebaut, aus dem Flightcases gebaut werden. Das Material besorge ich mir bei GALORE-Flightcase.
11.12.2007: Brücke grundiert und lackiert

Rostfarbe von Revell Email, mit trockenem Pinsel dünn aufgestupst. In diesem Fall kam mir zugute, dass ich die Brücke aus Resten gebaut habe, die noch Unsauberheiten der Klebstellen und Trennstellen bei Demontage hatten: diese Unsauberheiten der Oberfläche in Verbindung mit Rostfarbe simulieren ein wenig das Abblättern der Farbe beim Rosten.

Bei meinem Hafenprojekt soll ja alles vorbildgerecht sein und da gibt's nirgendwo Rost! (... außer vielleicht ein bisserl an den Schiffsrümpfen und im Laderaum) -- Deshalb genieße ich es, dass ich es hier mal so richtig vor sich hinrosten lassen kann!
10.12.2007: Planung abgeschlossen, Bauvorbereitungen
Hauptaugenmerk meiner Bauaktivitäten liegt nach wie vor beim Hafenprojekt, aber zwischendurch brauche ich ein paar "Lockerungsübungen". Meine Modulanlage ist zu komplex, um zurzeit daran parallel weiterzuarbeiten. Deshalb habe ich mit einer kleinen kompakten Anlage begonnen, die bei Nichtgebracuh in einem Koffer (900 x 700 x 180 mm) verschwindet. So sieht der Plan aus: eine 1-spurige Nebenstrecke als zusammengeklappte Acht mit zwei Ausweichgleisen und einem Gleisanschluss für Sägewerk o.Ä.

Die schwarzen +/-Ziffern auf der Strecke bezeichnen die Höhendifferenz zum Nulllevel an der vorderen rechten Anlagenecke, die roten Abschnitte sind Halteabschnitte, die stromlos geschlatet werden können, die grünen Linien sind die notwendigen Einschnitte in der 4-mm-Pappelsperrholzplatte, um das Anheben bzw. Absenken der Trassenführung zu ermöglichen.
An zwei Stellen muss leider der kleinste Radius R1 verwendet werden, alle anderen Biegungen sind mindestens R2. Diese kleine Anlage wird analog gesteuert: auf der vorderen linken Plattenecke wird ein Jörger-Fahrregler zusammen mit den fünf Weichenschaltern und den Schaltern für die vier Halteabschnitte fest integriert. Es lässt sich so problemlos mit drei kleinen Zügen auf der Anlage agieren.
Als erste kleine Bastelarbeit habe ich die Brückenkonstruktion vorbereitet: die beiden Schienstränge kreuzen sich in einem Winkel von ca. 30 Grad, da darf keine "normale" Brücke stehen, sondern es bedarf einer angepassten Sonderkonstruktion.

Zwei Holzklötze wurden in der entsprechenden Winkelung zurechtgesägt und mit Kibri-Mauerplatten beklebt. Die Mauerplatten habe ich mit schwarze Acrylfarbe eingefärbt und sofort abgerieben, so dass die Farbe nur in den Fugen stehenbleibt. Zugleich wird aber der Plastikglanz der Mauerplatten gebrochen. Aus den Resten einer Brückenauffahrt von Faller habe ich eine neue Brücke mit versetzten Seitenteilen und außen liegenden Laufstegen gebaut.