Julians Anlage: Gleisplan + Konzept

Anlage in L-Form mit den Schenkelmaßen 240 x 180 cm: Kopfbahnhof an 1-gleisiger Nebenstrecke mit dem Ausschnitt einer zweigleisigen Hauptstrecke. Die Anlage ist von der Epoche zunächst noch nicht festgelegt und ist vorrangig für Diesel-Triebfahrzeuge Epoche 3 bis 5 vorgesehen.

Große Abbildung vom Gleisplan: hier

... und hier die Null-Ebene plus Schattenbahnhof (grün):



Die Besonderheit: In der Anlage ist eine Schnittstelle vorgesehen, die es erlaubt, 2-gleisige Streckenmodule nach Norm des MEC Kölln-Reisiek zu integrieren.

Das macht Kompromisse notwendig: der Schattenbahnhof kann nur unter dem linken Anlagenteil geplant werden, damit der rechte Teil abgerückt werden kann. Das was auf den ersten Blick wie eine doppelgleisige Paradestrecke aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als "Modelpackung": nur der untere Strang ist tatsächlich in voller Länge befahrbar, der obere Strang endet bzw. beginnt in dem Industriegleisanschluss bzw. dem Sägewerk am rechten Anlagenende.

An der Anlagen-Taille können bei der vorhandenen Raumgröße später bis zu zwei MEC-Streckenmodule dazwischen montiert werden.

Der geplante Kopfbahnhof hat zwei Bahnsteiggleise (1 und 2) ... während ein Zug einfährt, kann ein zweiter abgefertigt werden und losfahren. Die Loks einfahrender Züge werden auf Gleis 2a ausgezogen und können über Gleis 1 bzw. 2 den eingefahrenen Zug umfahren. Güterzüge fahren über Gleis 2 ein, werden bis Gleis 2a vorgezogen und dann -- eventuell geteilt -- auf Gleis 3 und 4 zum Entladen zurückgedrückt. Die Lok ist dann wieder frei und kann über Gleis 2 ausfahren, um z.B. zum Lokschuppen zu fahren.

Die "halbe" Paradestrecke ist sicherlich ein kleiner Kompromiss, aber die Optik der Streckenführung mit dem großzügigen Kurvenverlauf ist einigermaßen stimmig. Abgesehen vom Industriegleisanschluss, wo der Radius bis auf R1 hinuntergeht, gibt es in einem Bogen R2, ansonsten alles R3 und größer. Die Steigungen sind mit maximal 3 Prozent berechnet.

Für die Planung sind Weichen und Flexgleise PECO Code 55 und Conrad Unterflurantriebe vorgesehen.


 18.12.2008: Holzzuschnitte

Inzwischen sind alle Holzzuschnitte (12 mm Mulitplex für Außenrahmen, 10 mm Pappelsperrholz für Spanten, 4 und 6 mm Pappel für Trassen und Deckplatten) besorgt, die Löcher für die Schraubverbindungen der Modulteile sind angebracht:

Auf dem Grundbrett sind die Trasse und die Dämmung für die Schattenbahnhofsgleise befestigt:

... und die Spanten für das linke Modul sind vorbereitet:



 21.12.2008: Mittelsegment

Das Mittelsegment ist bereits verleimt ...

Der Modulkasten ist grau grundiert, die Styrodurplatten sind eingeleimt und roh beschnitten:

... die Fugen sind gespachtelt, die Feinarbeit an dem Felshang hat begonnen:


 23.12.2008: Mittelsegment grundiert, Trasse für rechtes Segment

Beim Mittelsegment ist teilweise die Grundierung erfolgt, um besser die Gestaltung der Felsen beurteilen zu können:


Für das rechte Segment ist die Deckplatte zurechtgeschnitten und die Trasse für die spiralförmig bergauf führende Strecke ist in die Platte gesägt (hier provisorisch unterfüttert, damit man Streckenführung erkennt):

... und Ansicht von der anderen Seite:

Damit nichts bricht, und weil die vorbereiteten Zuschnitte in drei Tagen einen 200-km-Transport heil überstehen müssen, sind die ausgesägten Trassen mit Klebeband gesichert:


 25.12.2008: Brücke für Mittelsegment vorbereitet

Für das Mittelsegment wird eine Brücke benötigt. Da es Brücken mit so großen Radien (3 bis 4) nicht fertig gibt, ist Selbstbau angesagt. Zunächst sind die Brückenköpfe in Sandsteinoptik dran. Zwei Styrodurblöcke ca. 70 x 40 x 40 mm habe ich zunächst mit einer Feinsäge in ca. 2 mm Abständen geritzt:

Anschließend wurden die senkrechten versetzten Fugen mit einer Reißnadel und einem Cutter geritzt:



Die farbliche Behandlung der Brückenköpfe erfolgt zunächst mit ockerfarbener Acrylfarbe, der auf der Palette mit dem Pinsel immer wieder etwas Weiß und wässriges Schwarz beigemischt wurde, um eine allzu gleichmäßige Farbe zu vermeiden. Nach dem Trocknen erfolgte ein Bepinseln mit wässrigem Schwarz, das in die Fugen wegsackt und sie dunkel betont.
Dann wurden die Fundemente aus dem Styrodurtal "ausgeschachtet" und die Brückenköpfe hinten angeschrägt:


Die fertigen Brückenköpfe mit Montagekleber eingesetzt aund ausgerichtet ... d.h. die Fundamentoberkannte befindet sich 12 mm (= Brückenhöhe, Stahlträgerkonstruktion) unterhalb der Schienenunterkante:


Und hier das Mittelsegment im aktuellen Zustand ... Felsen grob gestaltet, Trassen geklebt, Brückenköpfe montiert:


 27.12.2008: Rahmenkonstruktion montiert

Beim kombinierten Geburtstags-/Weihnachtsbesuch hat mein Neffe Julian einiges an  Rollmaterial bekommen ... und die vorbereiteten Segmentkästen für seine Anlage wurden montiert. Nach ein paar Stundden Arbeit standen die Rahmen und bis auf einen kleinen Messfehler, der sich an Ort und Stelle ausbügeln ließ, passte alls zusammen.
Der linke Anlagenteil, bei dem im Schattenbahnhofsbereich die Trasse bereits inklusive Dämmmaterial vor der Montage vorbereitet war:


... und der rechte Anlagenteil (die Trasse der aufwärts führenden Strecke ist bereits ausgesägt, aber noch nicht unterfüttert):


Die Rahmenelemente stehen auf relativ niedrigen Füßen, weil durch einen Kniestock in dem Raum zur optimalen Raumnutzung die Oberkante der Anlage auf knapp 70 cm begrenzt ist.

Neben der Montage der Rahmen, war noch ausreichend Zeit, um mit der Montage der ersten Trassen zu beginnen. Die Trassen im Schattenbahnhofsbereich sind jetzt komplett. Benutzt wurde 4-mm-Pappelsperrholz, dass in 2 Lagen überlappend geleimt eine Trassenstärke von 8 mm ergibt:




Das Gleismaterial (Peco Code 55) ist bereits in England bestellt und wenn Ronald (Julians Vater) mit Julian zwischenzeitlich an den Trassen weiterbastelt, können demnächst die Gleise verlegt werden. Wegen der 200 km Distanz zwischen mir und Julian dauert das leider etwas länger, als das Julian gerne hätte :-(

 1.1.2009: Weitere Trassen gebaut

Julians Papa war fleißig und hat im linken Anlagenbereich die Trassen gesägt und montiert:





Der weitere Bau der Anlage wird hier dokumentiert:
http://www.moba-trickkiste.de/wie-macht-man-bauen/einzelne-moba-projekte