Das Foto im Kopfbereich stammt von meiner „alten“ Anlage (zurzeit noch in Betrieb befindlich), wo ich auf ca. 185 x 75 cm viel zu eng, viel zu kompliziert und viel zu kompakt gebaut habe: eine Bergwelt mit Tunneln durchbohrt wie ein Schweizer Käse, 40 cm Höhendifferenz vom Schattenbahnhof bis zum höchstgelegenen Bahnhof. Daraus klug geworden, habe ich neu angefangen. Wer trotzdem wissen will, wie man möglichst viel Gleise auf möglichst wenig Fläche unterbringt, sieht das am besten auf dem Rohbaufoto hier, bei dem das später rechts angesetzte Bahnbetriebswerk mit Drehscheibe noch fehlt. Aber Achtung: man muss schon schwindelfrei sein, um das Foto gefahrlos betrachten zu können!
Im Bau ist jetzt eine (zunächst) 3-teilige digitale (DCC) Modulanlage (Epoche II, Dampf- und Dieselloks). Darum dreht es sich in den nachfolgenden Beschreibungen und Abbildungen. Von dieser Anlage ist das elektronisch aufwendige Mittelmodul bis auf die Gestaltung der Oberfläche technisch fertiggestellt. Der Weiterbau ist momentan allerdings zurückgestellt, weil das Hafen-Projekt zeitlich Vorrang hat und viel Energie verschlingt.
Dennoch – so sieht das Konzept aus:

Die Anlage besteht, wenn man die Ausweichgleise im Bahnhof und die Abstellgleise außer Acht lässt, aus zwei „Hundeknochen“. Große Abbildung vom Gleisplan hier. Anlageerweiterung mit einem Geländemodul hier. (Durch unterschiedliche Anordnung oder Weglassen der Winkelverbindungen lassen sich verschiedene Aufbauformen erzielen.)
Der äußere dieser beiden Hundeknochen wird in den Unterteil der Anlage geführt (blau gezeichnet) und führt durch einen 4-gleisigen Schattenbahnhof. Die Steuerung des Schattenbahnhofes geschieht manuell; d.h.: der Halteabschnitt des zu befüllenden Gleises ist stromlos geschaltet und der Zug stoppt; ein Gleisbesetztmelder zeigt das belegte Gleis an (siehe Schalttafel).
Der innere Hundeknochen ist in vier Blöcke unterteilt (LAUER-Blocksteuerung), so dass dort zwei bis drei Züge fahren können.
Die Anlage ist so konzipiert, dass alle technisch aufwendigen Steuerungselemente sich in dem Mittelmodul befinden. Die Schaltung für die Weichenrückmeldung per LEDs habe ich übrigens aus dem Spur-N-Portal. Das Schaltpult wird wie eine Schublade aus dem Modul herausgezogen.


Im Foto sieht man recht gut die Schattenbahnhof-Ebene; die Abdeckung, auf der dann ein Bahnhofsgebäude stehen wird, fehlt noch.
Die Signale werden übrigens nicht aktiv geschaltet, sondern nur passiv über die Blocksteuerung; d.h.: sobald der dahinter liegende Gleisabschnitt nicht mehr belegt ist, schaltet das jeweilige Signal auf Grün – und umgekehrt.
Wer's nicht sowieso schon gesehen hat: die Modulfront ist zwar (wie FREMO) 40,0 x 10,0 cm, aber hat ansonsten nichts mit dieser oder irgendeiner anderen Norm zu tun. Es geht mir bei der Modulentscheidung nicht um Kompatibilität für Modultreffen, sondern um Flexibilität und Ausbaufähigkeit. Für mein Konzept mit dem tiefergelegten Schattenbahnhof-Rücklauf musste ich meine eigene „Norm“ kreieren.
Ich schließe aber nicht aus, dass es irgendwann ein Abzweig-Modul gibt und ab da wird's dann normgerecht (versprochen!).