Hier geht es um den Bau einer kleinen Präsentationsanlage für den Einsatz auf Messen. Auftraggeber ist die Firma round solutions, die im Bereich industrieller Kommunikationstechnik tätig ist und beispielsweise auch Komplettlösungen für Fernwartung und -diagnose anbietet.



Die Anlage ist auf den ersten Blick nicht gerade spektakulär; sie wirkt eher durch die konsequente Einbindung in die Konzeption des Unternehmens -- sowohl in Bezug auf die futuristisch-abstrakte Landschaftsgestaltung wie auch auf funktionaler Ebene:
Die 70 x 46 cm große Anlage ist nämlich nicht nur Eye-Catcher in einer Ausstellungsvitrine, sondern erfüllt dabei auch mehrere auf das Unternehmen bezogene Funktionen:
• auf den in Firmenfarbe lackierten Waggons werden miniaturisierte Bauteile und Module des Unternehmens "transportiert"
• eine Haltestelle mit Signal und die Weichenschaltung können von Messe-Besuchern drahtlos "fernbedient" werden - dabei können Module und Technik des Unternehmens zum Einsatz kommen.

 20.04.2008: Messemodell übergeben

Die Übergabe an round resolutions samt Einweisung ist erfolgt, morgen beginnt die Hannover Messe 2008 und dann werden wir sehen, ob die Rechnung aufgeht und das "Kind im Manne" die Besucher auf den Stand lockt.

 19.04.2008, 23:30 Uhr: "Landschaft" bearbeitet

Das erste Ausbaustadium für die Präsentation auf der Hannover Messe 2008 am Stand von round solutions ist abgeschlossen, die  futuristische Landschaftsgestaltung aus Technikteilen ist abgeschlossen:

Großes Bild der kompletten Anlage: hier


 19.04.2008: Der Countdown läuft: Morgen ist Übergabe!

Als erstes habe ich heute den Antrieb für das Signal eingebaut, justiert und angeschlossen -- so weit okay. Dann habe ich die Relais verkabelt -- auch das ging problemlos. Aber der Teufel steckt bekanntlich im Detail: die Umschaltung zwischen Fernbedienung und manueller Steuerung wollte nicht funktionieren und führte bei manuellem Betrieb zu einem Kurzschluss ... aber irgendwann ging auch das.
Nachdem die Arbeiten an der Elektronik nun abgeschlossen sind, hier ein Bild davon:

Großes Bild von der Anlagenunterseite: hier
Als Abendvergnügen stehen heute noch fröhliches Palmenbasteln und Ähnliches an ;-)

 18.04.2008: Fernsteuerung eingebaut

Das Signal konnte heute noch nicht eingebaut werden, weil ich dummerweise den Antrieb in meinem Büro vergessen hatte. Dafür konnte ich Fernsteuerung und Relais einbauen und erfolgreich testen. Außerdem habe ich einige kleine Korrekturen und Spachtelarbeiten an der Landschaft vorgenommen.

 17.04.2008, 22:30 Uhr: Flügelsignal zusammengebaut

Ich hatte Schlimmstes befürchtet ... und wurde nicht enttäuscht: die Teile sind z.T. so winzig, dass sie beim Versuch, sie mit der Pinzette zu greifen, wegflutschen -- einen guten Teil der Montagezeit habe ich mit der Suche nach solchen weggeflutschten Teilen verbracht. Und zum ersten Mal habe ich mich erfolgreich beim Löten von SMD-LEDs versucht.
Und nun ist das Werk vollbracht:


Das Signal samt Antrieb wird morgen abend in die Anlage eingebaut.


 17.04.2008, 19:30 Uhr: Erste Probefahrten mit beladener Zugzusammenstellung

Die gestrigen Rückschläge sind verdaut und mit einem Kraftakt kompensiert, so dass der Zeitverlust weitgehend aufgeholt ist. Die Logo-Blende an der Anlagen-Vorderkante ist montiert und ich habe die Waggons mit einem Modul, Antennen und Kabeln von round solutions beladen. Die Hügellandschaft ist in die Platte integriert und ein Haus aus Platinen-Antennen befindet sich bereits in dem Taleinschnitt:


Es fehlen noch die "Palmen" und weitere Ausstattungs-Accessoires ... und es fehlt vor allen Dingen noch das Signal, das die Stoppstelle steuert! Die fummelige und detaillierte Montage des Signal-Bausatzes wollte ich während des heutigen Stresstages nicht machen und habe diese Arbeit erst einmal ausgespart.
Für einen Signalbausatz (ohne Antrieb) hatte ich mich entschieden, weil die fertigen Signale mit Magnetspulenantrieb für die Gleichstrom-Versorgung ohnehin nicht zu gebrauchen waren und -- zumindest von Fleischmann und Trix -- mit ihren klobigen Füßen ohnehin nicht überzeugend sind. Den Antrieb wird ein Hoffmann-Weichenantrieb erledigen, die Stopp-Stelle wird durch einen angeflanschten Zusatzschalter (ebenfalls von Hoffmann) gesteuert.

Hier noch ein Detail-Foto von der Zugladung:



 17.04.2008: Probleme mit der Schaltung, aber Land in Sicht

Beim Verdrahten und Testen gestern abend stellte ich fest, dass die Motorantriebe der Weichen sich mit Gleichstrom und einem einfachen Wechselschalter nicht schalten lassen (ich ging irrigerweise davon aus, dass die Polaritätsumschaltung im Antrieb geschieht). Also Schalter ausgebaut und durch 2-fach-Wechselschalter-Taster ersetzt, die -- über Kreuz geschaltet -- jetzt für die Polaritätsumkehr sorgen. (Bisher hatte ich -- wie allgemein üblich -- die Weichen mit Wechselstrom geschaltet, so dass ich noch nie vor diesem Problem stand.)

Das wirft aber ein neues Problem auf: die Schnittstelle zur Fernbedienung klappt nicht wie geplant, weil da nur einfach gerichteter Gleichstrom an- oder ausgeschaltet werden kann.
Also kann der Stromimpuls von der Fernbedienung nur genutzt werden, um ein bistabiles, 2-poliges Relais anzusteuern, dass für die Polaritätsumkehr sorgen muss.
Kleines Randproblem: die Relais habe ich noch nicht! ... die müssen morgen besorgt werden.
Ein Gutes hat diese konzeptionelle Änderung: von den 4 Kanälen der Fernsteuerung werden für die bisher genutzten Funktion nur zwei verbraucht, weil der Schaltvorgang AN/AUS mittels des Relais bereits beide Zustände einer Weiche bzw. eines Signals steuern kann. Soweit die Arbeit gestern abend ...
Der nächste Schock heute beim Verdrahten der polarisierten Herzstücke: ich habe in die Weichen einen Kurzschluss eingebaut! Schludrigkeit ... ärgerlich. Also Weichen wieder abbauen, neu löten, einbauen; für diesen Wechsel musste natürlich auch Teile der Gleise gelöst werden :-(     ... diese Korrekturen mit dem erneuten Verleimen und Trocknen des Leimes haben mich einen halben Tag gekostet.

Aber es gibt auch einige Arbeiten zu machen, die weitgehend frustrationsfrei laufen: die "Isobaren"-Hügellandschaft nimmt Formen an. Die Hügelscheiben sind gesägt, geleimt und zweimal gestrichen. Hier trocknen sie still vor sich hin und warten auf den Einbau:



 16.04.2008: Regler und Schalter eingebaut, Verdrahtung beginnt

Die Regler und Schalter sind eingebaut, der Jörger-Fahrregler ist bereits verdrahtet, heute abend geht es an die Verdrahtung der diversen Schaltfunktionen; an sich keine aufregende Angelegenheit -- nur dadurch etwas komplizierter, weil eine Umschaltung jeder einzelnen Funktion von manuell auf Fernsteuerbetrieb vorgesehen ist:



 15.04.2008, 22:00 Uhr: Gleisverlegung abgeschlossen

Alle Gleise sind jetzt verlegt, es fehlen lediglich noch die Schwellen an den Nahtstellen der Gleise. Die Gleise sind -- entgegen den üblichen Gepflogenheiten -- nicht auf Kork, Hartschaum oder eine ähnliche Dämmschicht verlegt; bei Modellen, die nicht für den Hausgebrauch gedacht sind, sondern für Messen, ha sich gezeigt, dass Fahrgeräusche bei dem dort üblichen Lärmpegel keine Rolle spielen. Für dieses Modell mit seiner gewollt technoiden Wirkung wäre bereits das Dämmmaterial eine ästhetischer Kompromiss gewesen:

Die Bohrschablone mit der Beschriftung für die Bedienelemente ist aufkaschiert und gebohrt, jetzt können die Regler und Schalter eingesetzt werden. Eine Schablone mit den Maßen für die Landschaftsgestaltung im Innenraum ist angefertigt.
Das Materialpaket von round solutions ist eingegangen und ich habe einen ersten Prototypen für eine "Palme" ausprobiert:



 15.04.2008: Gleisverlegung, Vorbereitung der Steuerung + Elektronik

Die Gleise sind bis auf den inneren Teil der Ausweichstrecke verlegt (Fotos davon folgen morgen). Das Verlegen der Flexgleise geht aus mehreren Gründen etwas langsam voran: ich habe nur drei Krause-Gleisspanner, kann also immer nur ein Flexgleis bearbeiten und die Klammern bleiben auf dem Gleis, bis der Leim angezogen hat; außerdem werden beim Verlegen gleich die Stromzuführungen für Fahrstrom und Stoppstelle an der Gleisunterseite angelötet -- da die Gleise später nicht eingeschottert werden, lassen sich keine Anschlüssdrähte "wegschottern", sondern sie werden kaum sichtbar in der Gleismitte durch eine 3-mm-Bohrung nach unten geführt.
Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für die Elektronik und Steuerung. Die Bohrlehre und Beschriftung für das Bedienfeld ist angelegt:


Das weitere Vorgehen: sobald die Gleise verlegt sind, erfolgt der Einbau der Weichenantriebe, des Fahrreglers und der Schalter samt Verdrahtung, damit möglichst schnell die Fahrtests erfolgen können.
Das Signal (Bausatz Völkner) muss erst noch zusammengebaut werden; das ist eine etwas friemelige Löt- und Klebearbeit, die ich hoffentlich Mittwochabend schaffe. Dann erfolgt Einbau samt Antrieb und Test der kompletten Anlage inkl. Signal/Stoppstelle.
Für die Landschaft ist vorgesehen, eine kleine Hügellandschaft aus übereinandergeschichteten, grau lackierten Sperrholzplatten zu machen, auf denen dann "Palmen" aus Co-Ax-Kabeln "gepflanzt" werden; zur weiteren Ausschmückung gibt es eventuell noch einige kleine "Bauwerke" aus Elektronik-Bauteilen. Der Rohbau für die Hügellandschaft ist ebenfalls für Mittwochabend vorgesehen. Durch die Lackiererei wird sich die Fertigstellung der Landschaft aber noch etwas hinziehen.
Dann fehlt eigentlich nur noch die "Beladung" der Waggons -- eine kleine Aufgabe für "zwischendurch", sobald die entsprechenden Elektronik-Bauteile von round solutionas eingegangen sind.


 13.04.2008: Montage von Waggons + Lok; Lok gesäubert + Testfahrt

Nachdem der Klarlack getrocknet war, konnte die Montage der Waggons erfolgen. Die Lok wurde vorher noch einmal komplett zerlegt und gereinigt, Kollektor des Motors gereinigt, Motorlager geölt, Schnecken gefettet und Getriebe geölt. Anschließend eine Testfahrt der Lok auf dem Rollenprüfstand --- die Lok läuft ruhig und ohne Ruckeln.
So sieht der fertige Fuhrpark aus:

Lediglich der Roco-Rungenwagen bereitet noch einige Probleme: er rollt nur schwergängig und eine Kupplung rutscht immer wieder aus der Aufnahme; Wohlweislich wurden gleich ein paar Wagen mehr präpariert als ursprünglich geplant ;-)

Die Kastenbasis ist inzwischen mehrfach lackiert. Morgen kann darauf mit dem Verlegen der Gleise begonnen werden. Die beiden Weichen habe ich vorbereitet: zwei Minitrix-Weichen mit polarisierten Herzstücken habe ich "kaputt gemacht", um sie für motorischen Unterflurantrieb umzurüsten. Dazu wurde die Bodenplatte und die gesamte Schaltelektronik entfernt, die Herzstückelemente wurden mittels eine Lötbrücke verbunden und daran ein Draht angelötet, über den anschließend die Umschaltung der Polarisierung vom (Conrad-)Weichenantrieb erfolgt; in die Stellschwelle habe ich mit einem kleinen Handbohrer ein Loch 0,8 mm gebohrt:


 12.04.2008: Schlusslackierung von Waggons + Lok

Blaue Lackierung aller Waggons und des Lok-Gehäuses durchgeführt und Schlusslackierung mit Klarlack vorgenommen:


 11.04.2008, 23:00 Uhr: Probelackierung der Waggons

Für die Lackierung der Waggons und der Lok wurde ein Test durchgeführt:

Als Referenz dient eine Visitenkarte des Unternehmens. Für die endgültige Lackierung sollte noch ein Schuss Weiß dazugemischt werden.

 11.04.2008, 20:00 Uhr: Fundament der Anlage in Bearbeitung

Der geleimte Kasten ist gespachtelt und wartet aufs Schleifen und Grundieren:


 11.04.2008: Planungen abgeschlossen, Baubeginn

Die Sperrholzbretter für den Anlagenunterbau sind zugesägt und inzwischen verleimt.
Die offenen Waggons sind beschafft ...


... und inzwischen demontiert. Die Aufbauten sind gesäubert, entfettet und weiß grundiert. Die vorgesehene Lok, eine Fleischmann V 100 ist ebenfalls demontiert und weiß grundiert: